Sonntag, 29. Januar 2012

Wie alles begann und was das überhaupt soll - Teil 1

Ich war immer schon moppelig. Als Kind war ich immer schon stämmiger als die anderen Kinder, als Teenie war ich auch recht kräftig, aber nicht wirklich dick.

 Die wirklich schlimmen Kilos habe ich erst draufgepackt, als ich von zuhause ausgezogen bin, da kam dann  wahrscheinlich auch alles aufeinander: ungesundes Essen (ich war leider immer eher so der Pudding-Vegetarier), kein Sport mehr, und so weiter...

 Da habe ich dann innerhalb von 4 Jahren gut 40 kg zugenommen.
 Hat mich eigentilch nie gestört, denn ich war es ja gewöhnt, "anders" zu sein als die anderen. Gesundheitlich war eigentlich auch immer alles okay, Klamottenkaufen war halt ein bisschen doof, aber gut - gefunden habe ich trotzdem immer was.

Ich fühlte mich nicht wirklich unwohl, nur eben ein bisschen zu dick. Wie dick ich wirklich war, habe ich gar nicht richtig wahrgenommen - ich glaube, der Blick in den Spiegel zeigt eher, was man dort erwartet zu sehen als dass er tatsächlich die Realität wiedergibt.
Auch dass ich irgendwann Kleidergröße 50 (obenrum) bzw. 52 (Hosen) getragen habe, hat mich nicht wirklich aufgeschreckt.



 Tja, und dann kam letzten Sommer ein Video, das ich von mir gesehen habe. Ich bin fast gestorben, so sehr habe ich mich dafür geschämt, wie ich da aussehe.
Als mir dann klar wurde, dass ich in den Augen von anderen Menschen (auch und besonders von denen, die mir besonders nahe sind) immer so aussehe, da war mir klar, dass das so nicht weitergeht. So wollte ich nicht mehr aussehen. Auf keinen Fall.


Also beschloss ich, dass sich nun etwas ändern wird.
Nun muss ich sagen, dass ich vor einigen Jahren schon einmal 17 kg abgenommen habe, damals mit den Weight Watchers. Anfangs war ich sehr euphorisch, fand das alles total easy und lecker, mit der Zeit jedoch stellte sich heraus, dass ich als Vegetarier bei WW keine guten Karten hatte. Die meisten fertigen Rezepte beinhalteten Fleisch oder zumindest Fisch und von dem, was ich mir selbst zusammengekocht hatte, wurde ich einfach nicht satt. Zwar waren es unglaubliche Mengen, die man essen musste, trotzdem hielt der Sättigungseffekt einfach nicht lang vor.
So kam es dann, dass nach einigen Monaten des Verzichts (und ich musste auf vieles verzichten) und des nervigen Trainings im Fitnessstudio sowieso schon die Luft raus war, als dann auch noch beim Gewicht ein Stillstand eintrat. Wochenlang hing ich bei 91 kg und kam und kam und kam nicht drunter. Ich war total gefrustet. Und was tut der schwache Mensch in solchen Momenten? Richtig, er fragt sich, wofür er die ganze Scheiße eigentlich macht.


So kam es dann, dass ich nach und nach wieder anfing, "normal" zu essen und somit auch recht schnell wieder zunahm (von Gr. 48 auf 50/52).

So sollte es dieses Mal auf keinen Fall mehr kommen. Ich nahm mir daher vor, einerseits mit wesentlich größerer Gelassenheit an die Sache ranzugehen und andererseits eine Ernährungsform zu wählen, die ich leichter durchhalten kann. Nachdem ich dann im Fernsehen einen Bericht über eine Frau gesehen habe, die durch den Verzicht auf Kohlenhydrate über 30 kg abgenommen hatte, und die mir auch vom Typ her irgendwie glich, habe ich gedacht, dass ich das doch auch mal versuchen könnte.

Und so habe ich es dann auch gemacht.

Wie genau ich angefangen habe? Das schreibe ich morgen auf...

Kommentare:

  1. Ich sehe Parallelen. Interessant, oder?

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    1. Ja, ich denke, dass der "Urknall" bei allen Abnehmern in etwa gleich ist.

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